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Stevia – Süßen ohne Reue

Stevia - Süßpulver

Foto: pathastings / depositphotos.com

Wir nehmen heutzutage immer mehr Zucker zu uns – doch das schädigt nicht nur den Körper, sondern auch das Gewissen. Daher interessieren sich immer mehr Menschen für gesündere Alternativen. Stevia kann eine solche bessere Variante sein. Wir informieren in Zusammenarbeit mit steviaratgeber.de.

Was ist Stevia?

Stevia wird aus der subtropischen Pflanze Stevia rebaudiana gewonnen. Dieser krautige Strauch stammt ursprünglich aus Südamerika, genauer gesagt, Paraguay. In den Blättern der Pflanze befindet sich der Süßstoff, weshalb sie in ihrer Heimat schon seit Jahrhunderten ein traditionelles Süßungsmittel ist.

Heute wird Stevia am meisten in Brasilien, Uruguay, Israel, Thailand und China produziert. Die “gesunde Alternative” ist extrem süß: ihre Süßkraft ist ungefähr dreihundert Mal so stark wie die des herkömmlichen Haushaltszuckers.

Dabei weist Stevia allerdings viele Vorteile gegenüber der Saccharose auf. Er schädigt zum Beispiel die Zähne nicht, löst also kein Karies aus. Weiterhin eignet Stevia sich gut zum Kochen und Backen, denn der Stoff ist hitzebeständig und verändert dabei seinen Geschmack nicht.

Stevia im Einsatz: Handel und Ernährung

Stevia ist bekannt als kalorienarme Alternative zu herkömmlichem Zucker. Mit ihr werden Lebensmittel, aber auch Getränke gesüßt. Dazu können zum Beispiel Süßigkeiten oder Limonaden, aber auch Gebäck oder Milchprodukte zählen. In Japan und Korea wird mittlerweile bereits mehr Stevia verwendet als normaler Haushaltszucker.

Es gibt Produkte im Handel, die mit Stevia gesüßt wurden, aber auch für den Gebrauch zuhause ist der Süßstoff erhältlich. Dabei kann man ihn beispielsweise als Pulver oder Flüssigkeit erwerben, um ihn später zum Kochen und Backen einzusetzen. Der offizielle Code für die Vermarktung von Stevia lautet E 960. Legal zugelassen ist die Alternative allerdings bloß für bestimmte Gruppen von Lebensmitteln.

Aber Vorsicht beim Kauf: Wer im Handel Bio-Stevia sieht, sollte diesem Produkt nicht glauben. Selbst, wenn der subtropische Strauch ökologisch und nachhaltig angebaut wurde, ist der Artikel am Ende industriell aufbereitet.

Süß, aber kalorienarm – ist das möglich?

Stevia wird als Zuckeralternative verwendet. Das kann nötig sein, wenn durch eine Krankheit eine Ernährungsumstellung erforderlich ist, eine Diät durchgeführt wird oder ein Mensch einfach auf seine Gesundheit achten möchte. Dabei finden viele Menschen toll, dass Stevia als kalorienarmer Stoff gilt.

So einfach ist dies jedoch nicht. Stevia hat im Grunde nicht viel weniger Kalorien als herkömmliche Saccharose. Stattdessen ist die Alternative, wie bereits erwähnt, viele Male süßer als Haushaltszucker. Deshalb ist die Menge, die zur Süßung eingesetzt wird, deutlich geringer und es gibt auch weniger Kalorien. Um die gleiche Süße zu erreichen, benötigt mal also viel weniger Stevia als Zucker. Stevia kann also im Rahmen einer Diät unterstützend helfen.

Auch Diabetiker können Stevia nutzen. Die Verwendung von herkömmlichem Zucker ist bei dieser Krankheit oft schwer, denn er steigert den Blutzuckerspiegel. Bei Stevia hingegen bleibt dieser konstant und es können somit gesüßte Speisen verzehrt werden. Jedoch sollte immer bedacht werden, dass kaum ein Lebensmittel in großen Mengen wirklich unbedenklich ist, auch nicht Stevia.

Es gibt viele große Vorteile, von denen bei der Verwendung von Stevia profitiert werden kann. So scheinen Studien darauf hinzuweisen, dass das Produkt zum Beispiel die Senkung des Blutdrucks unterstützen oder entzündungshemmend wirken kann.

Aber Vorsicht bei der Verwendung! Stevia hat einen anderen Geschmack als Haushaltszucker. Wird zu viel davon verwendet, kann der Stoff bitter wirken. Bei Produkten, die mit Stevia gesüßt wurden, werden aus diesem Grund häufig dennoch andere Zuckersorten zugefügt. Das geschieht, damit die Konsumenten trotzdem zufrieden mit dem Geschmack sind. Nicht jedes Produkt, das mit Stevia versetzt ist, ist also gleich gesund.


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